Welche Technologie steckt hinter Chiptuning?

Die Entwicklung der Technologie innerhalb der letzten Jahre hat den globalen Markt völlig umstrukturiert. Betroffen davon ist auch die Automobilindustrie, die sich den technischen Fortschritt zu Nutzen gemacht hat. Immer modernere Fahrzeuge mit immer besseren technischen Raffinessen in immer kürzeren Zeitabständen haben die Autohersteller in ein neues Zeitalter des technisch dominierten Vehikels katapultiert. Diese Entwicklung ist auch der Grundstein für den Fortschritt im Segment der Fahrzeugaufrüstung, speziell im Bereich des Chiptunings. Die Automobilhersteller produzieren für den globalen Markt und müssen sich an gesetzlich festgelegte Toleranzen, Werte und Normen halten, die durch Abgasnormen und internationale Unterschiede in der Treibstoffqualität hervorgerufen werden. Daher ist es den Fahrzeugherstellern nicht erlaubt, die maximale Leistung eines Fahrzeugs zu mobilisieren. Genau hier kommt professionelles Chiptuning ins Spiel.

Leistungssteigerung durch Chiptuning

Verantwortlich für die Steuerung, Regulierung und Kontrolle aller Funktionen des Motors ist das Motorsteuergerät (MSG) oder ECU (Electronic Control Unit). Dieses MSG enthält alle Funktionsdaten des Motors auf einem Chip, dem sogenannten EPROM (Erasable Programmable Read-Only Memory). Chiptuning kann somit als eine Optimierung dieser Chipdaten beschrieben werden. Eine Modifizierung ermöglicht es, aus einem Fahrzeug mehr Leistung zu generieren und die Feuerwirksamkeit bezogen auf die Geschwindigkeit zu optimieren.
Die Entwicklung des ECU ist die mit Abstand wichtigste Entwicklung auf diesem Gebiet. Von der technischen Seite kann das Motorsteuergerät (ECU) als Herzstück eines Motors beschrieben werden, da er unter Berücksichtigung des Motor-Lastzustandes in Abhängigkeit von Drehzahl und diversen Umgebungsverhältnissen wie zum Beispiel Motortemperatur oder Außentemperatur die wichtigsten Funktionen des Fahrzeugs steuert. Das Motorsteuergerät (ECU) verarbeitet die durch Sensoren aufgenommenen Daten, die unter Berücksichtigung spezieller Kennfelder und Kriterien im EPROM gespeichert werden. So können alle Fahrabläufe koordiniert und zeitlich optimiert aufeinander abgestimmt werden, um das beste Fahrergebnis zu erzielen.
Das Motorsteuergerät (ECU) ist somit vereinfacht gesagt, für die Bestimmung und Einstellung bestimmter Fahrzeugwerte verantwortlich. Integrierte Microcomputer arbeiten ein auf dem Chip vorinstalliertes Programm zur Ermittlung unterschiedlicher Werte ab.

Hauptfunktionen einer ECU:

Zündeinstellung – abhängig von Drehzahl, Last, Temperatur etc.
Kraftstoffeinspritzung – abhängig von Luftmasse, Drehzahl, Last etc.
Ladedruckregelung – bei Fahrzeugen mit Turboaufladung